Über Milongas

Milonga – ein weitgefächerter Begriff

Als Begriff ist die Milonga bereits ein Stück Kulturgeschichte. Die Vokabel soll aus der ostafrikanischen Kimbundusprache stammen und  „Gespräch“, „Wort“ bedeuten. Ursprünglich war die Milonga eine Art origineller Liedgesang von ländlichen Stegreifsängern aus der Region des Río de la Plata, den Payadores, die jedes ihrer Lieder improvisierten. Die Lieder, die sie sangen, wurden “ milonga “ genannt.

Die Milonga ist überdies auch ein Tanz, eine Vorläuferin des Tango Argentino, entstanden aus der Candombe, einem rituellen Tanz der afrikanischen Sklaven. Sie ist spritziger, schneller, fröhlicher und hat auch einen satirisch spöttischen Charakter ( z.B. Se dice de mi ). Bei der Milonga ist der Rhythmus durchgängig treibend, ursprünglich im 2/4 Takt, später auch im 4/4 Takt zu finden. Es gibt verschiedene Stile der Milonga, die milonga lisa, bei der normalerweise auf jeden Taktschlag ein Schritt getanzt wird und die milonga con traspié, bei der die Tänzer kleine, schnelle Schritte im verdoppelten Rhythmus tanzen (z.B.drei Schritte auf zwei Taktschläge) oder eine Bewegung in eine bestimmte Richtung antäuschen, um diese sofort wieder zurückzunehmen (traspié). Tänzerisches Spielen mit dem Rhythmus wirkt auch auf kleinstem Raum interessant.

In Buenos Aires und deren Provinzen hatte „milonga“ um 1870 die Bedeutung von Fest- oder Tanzveranstaltung und Ort derselben.Die anderen Bedeutungen blieben erhalten, zu denen sich noch auf dem Umweg über „milonguera“, die in Vergnügungslokalen engagierte Tänzerin, der affektive Diminutiv „milonguita“ als Bezeichnung für die von Alkohol, Prostitution, Drogen und Kabarettdienst gezeichnete Frau hinzugesellte. Als bekannte Schöpfer und Bewahrer von Tango-Milongas gelten Sebastián Piana sowie der Textautor Homero Manzi mit bekannten Titeln wie z.B.  Milonga sentimental. Sie bewirkten eine Milonga-Renaissance Ende der 20er Jahre mit ihren Kompositionen. In späteren Jahren haben von Astor Piazolla (z.B. Milonga para tres) bis hin zu Narcotango (z.B. Solo por hoy) die Milonga aufgegriffen, kompositorisch weiter entwickelt und fest in ihrem Repertoire beibehalten.

Unsere Milongas

Die Milonga am Zoo startete im Jahre 2003 aus einer spontanen Initiative heraus, da es zu dieser Zeit in Frankfurt am Main keine großen Tanzsäle gab, um speziell Tango zu tanzen. Eine kleine Gruppe von Idealisten, getragen von dem Gedanken, dass jeder Mensch – unabhängig vom Geldbeutel –  die Möglichkeit haben soll Tango zu tanzen, versammelte sich wöchentlich, um ihrer Passion Ausdruck zu verleihen. Nach und nach kamen immer mehr Tangobegeisterte hinzu.

Wir veranstalten Milongas tradicionales und Neo-Tango Milongas bzw. Milongas mit einer bunten Musikmischung. Da der Eintritt zu unseren Milongas frei ist, heissen wir Spenden willkommen.Speziell für die Milongas beim Tango Café und auch bei anderen Spezial Milongas, die wir auf unserer Homepage ankündigen, freuen wir uns über Kuchenspenden oder Getränke oder andere Leckereien für das Büffet.

Wir bitten alle unsere Gäste ihren eigenen Müll in die Müllbehälter zu werfen, darauf zu achten, dass wir nicht für Wertgegenstände oder die Garderobe haften. Das Filmen oder Fotografieren auf den Milongas ist nur in Abstimmung mit uns und den Beteiligten gestattet.

Also auf gehts ! ¡ A la pista !

Wir wünschen Euch magische Milonga-Momente
Euer Dance Connection Team

 

© Für Text alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung. Text by N.Carvajal